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Formlabs Form 1+ Testbericht

Formlabs Form 1+Der Formlabs Form 1+ ist sowohl für Miniatur-Modelle, als auch für grosse Modelle geeignet. Da kein Schicht Druckverfahren wie bei FDM Druckern angewendet wird, sind die Drucke beim Formlabs form 1+ feiner und durchgängiger als beim direkten FDM Pendant Ultimaker 2. Einziges Manko sind jedoch die Preise für das UV Harz. Generell könnten quasi alle UV kompatiblen Harze verwendet werden, jedoch müssen dann auf jeden Fall, die Parameter für die Belichtung neu justiert werden. Zudem haben unterschiedliche Harze auch unterschiedliche Fliesseigenschaften und Härtegrade. Desweiteren können bei Fremdharzen Probleme mit unerwünschter Schleierbildung auftretten.

 

 

Erste Schritte beim  Formlabs Form 1+

Die orange gefärbte Kappe lässt sich nach hinten aufklappen. Grund für die orange Farbe ist weniger das Design, als vielmehr die Tatsache, dass lichtempfindliches Harz verwendet wird und somit unerwünschte Kristallbildung vermieden werden soll.

Die UV Harz Wanne des Formlabs Form 1+

Formlabs Form 1+Das Becken für das Harz ist mit zwei simplen Schienen am Gerät befestigt. Somit kann das Becken ganz einfach herausgezogen werden. Da die Reinigung bei verschieden farbigen Harzen sehr umständlich werden kann, ist es durchaus denkbar, einige Wannen nachzukaufen und somit für jede Harzfarbe ein eigenes Becken zu verwenden. Lichtgeschützt und Staubfrei aufbewahrt, kann somit das Harz auch in der Wanne aufbewahrt werden und muss nicht zurück in die Flasche.

 

 

Drucksoftware beim Formlabs Form 1+

Formlabs Form 1+Die Preform Software können Sie sich beim Hersteller herunterladen. Sie ist einfach und sehr aufgeräumt und beinhaltet die wichtigsten Einstellungen, wie der Winkel, die Grösse, oder die nötigen Stützstreben zum erstellen eines 3D Objektes. Die Stützstreben, auch Supports  genannt, können nach dem Druck an den dafür vorgesehenen Stellen abgeknippst werden. Hierbei schon ein Tipp vorweg. Modelle mit glatten Flächen sollten immer in einer Neigung gedruckt werden, sodass die glatte Fläche nie voll auf der Druckplatte sitzt. Grund: An der Druckplatte bleibt immer etwas überschüssiges Harz kleben. Ein Fuss eines Objektes würde somit dicker werden als vorgesehen.

 

Druckqualität und Druckdauer des Formlabs Form 1+

Nachdem das Objekt mit der Software konfiguriert wurde, wird es auf einen USB Stick geladen. Der Formlabs Form 1+ hat keinen SD Speicherkarten Slot. Sobald das Gerät die Druckdatei erkannt hat, muss man nur noch mit einem Knopfdruck am Gerät  bestätigen.

Formlabs Form 1+ Während des Drucks sieht man deutlich wie der Laser das Druckobjekt beleuchtet und Schichtenweise abfährt. Dabei taucht die Druckplatte das Objekt immer wieder in den flüssigen Harz und zieht es dann wieder heraus.
Bei einer mittleren Qualitätsstufe von 0,2mm brauchte der Form 1+ geschlagene 2 Stunden um unsere Smartphone-Hülle fertigzustellen. Die feinste Einstellung sollte 5 Stunden dauern, wie die Software vor dem Druck angegeben hatte. Das war uns zu lange und wir wählten die nächste Qualitätsstufe.
2 Stunden für eine simple Smartphone Hülle?, werden jetzt sicher einige Leute fragen.

Formlabs Form 1+Ganz richtig, doch das fertig gedruckte Objekt wurde nicht Schichtenweise aufgetragen, sondern aus flüssigem Harz gegossen. Das sieht man deutlich am Resultat. Die Seiten unserer Smartphone Hülle weisen keinerlei Schichten oder Streifen auf, die auf einen 3D Druck schliessen lassen könnten. Nach dem Druck müssen die Teile noch mit Alkohol gewaschen werden. Zwischen den Supports kann sich ab und an ungehärteter Harz befinden, der leicht mit dem Alkohol weggespült werden kann. Um den optimalen Härtegrad zu erreichen, sollten Sie das fertig gedruckte Objekt noch ein paar Stunden im Sonnenlicht ( UV-Licht ) stehen lassen. Besonders praktisch ist die eventuelle Nachbehandlung bei kleineren Fehlern. Denn, der flüssige Harz kann in kleine Löcher getupft werden und härtet dann im Sonnenlicht aus. Somit sind mögliche Druckfehler schnell repariert.

 

Fazit zum Formlabs Form 1+

Schaut man sich an, wieviel Supports nötig sind und wieviel an der Druckplatte kleben bleibt, stellt sich zurecht die Frage nach der wirtschaftlichkeit des SLA Verfahrens. Für unsere Smartphone Hülle wurde mehr als das doppelte an Material benötigt. Generell lässt sich somit sagen, dass mit einem Liter Resin, Druckobjekte für 500 gramm Resin hergestellt werden können. Der Verschleiss des 3D Druckers sollte sich gering halten, ausser dass die Resin Wanne eventuell durch häufiges Benutzen verkratzen könnte. Im Vergleich zu ABS/PLA Filament ist das Harz nicht so stabil. Stark beanspruchte Gebrauchsgegenstände sollte man damit nicht drucken. Für alles andere ist der Harz gut geeignet und lässt sich später auch weiterverarbeiten. Der Formlabs Form 1+ ist für anspruchsvolle Nutzer gedacht. Gibt man dem 3D Drucker genügend Zeit, kann er wirklich filigrane Druckobjekte zaubern. Vielleicht sogar einen Tick besser als vergleichbare FDM Drucker.

 

Formlabs Form 1+Technische Details:

Druckbare Objektgrösse: 12,5×12,5×16,5cm

Druckmaterialien: UV härtender Harz (Polymer)

Gewicht: 8 kg

Betriebssystem: Windows XP (.Net 4.0 benötigt), Windows 7 od. höher Mac OS X 10.8 64-bit od. höher PC x86 32/64-Bit kompatible PC’s mit mind. 2 GB DRAM APPLE Mac x86 64-Bit kompatible Mac’s mit mind. 2 GB DRAM

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Zum Testbericht des Ultimaker 2